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Arciliuto in e (Universallaute) – „Ein Steinway für Gitarristen“

11-saitig:
Stimmung G A H C D E A d g (fis) h e‘
theorbiert (8 Griffbrettsaiten, 3 Bordunsaiten)

12-saitig:
Stimmung G A H C D E Fis A d g (fis) h e‘
theorbiert (9 Griffbrettsaiten, 3 Bordunsaiten)

14-saitig:
Stimmung G A H C D Dis (Es) Fis G E A d g (fis) h e‘
theorbiert (9 Griffbrettsaiten, 5 Bordunsaiten)

Mensur 64 bis 66,6 cm
Festbünde (bewegliche Bünde auf Wunsch)
Einzelbesaitung

Durch die Vielfalt der unterschiedlichen Lautenmodelle irritiert fragen Gitarristen oft, ob es nicht auch ein Instrument gibt, auf dem sich sowohl das Lautenrepertoire der Renaissance als auch das des Barock wiedergeben läßt. Dafür geeignet wäre am ehesten der 14-saitige Arciliuto in e mit einer Griffbrettmensur von 64 cm und Einzelbesaitung. Dieses Instrument kann ebensogut als Arciliuto in g wie als Liuto forte in d besaitet werden. Es gestattet – bei Umstimmung nach d-moll – sogar die korrekte Wiedergabe der Lautenkompositionen Johann Sebastian Bachs. Für das Renaissancerepertoire bis zu John Dowland, das gewöhnlich nicht mehr als 8 oder 9 Griffbrettsaiten und eine etwas kleinere Mensur erfordert, empfiehlt sich ein Kapodaster auf dem ersten oder zweiten Bund.

Der 2002 entwickelte und inzwischen sehr beliebte Arciliuto in e eröffnet dem Gitarristen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Er trägt dem Umstand Rechnung, daß die heute gebräuchlichste Stimmung bei den Zupfinstrumenten nicht mehr die g-Stimmung der Altlaute, sondern die e-Stimmung der Tenorlaute bzw. der heutigen Gitarre ist. Ausgehend von der vertrauten Stimmung der oberen sechs Saiten, kann sich der Gitarrist zwanglos Schritt für Schritt in die Benutzung des reichen Baßregisters einarbeiten. Selbstverständlich bleibt es dem Spieler unbenommen, zusätzlich zu den hier angeführten Einstimmungen der Baßsaiten mit weiteren Stimmvarianten zu experimentieren. Eine sehr interessante und musikalisch durchdachte Option ist z.B. die von dem spanischen Gitarristen Antonio Jimenez Manjón (1866-1919) benutzte Stimmung seiner 11-saitigen Gitarre: C F D G H E A d g h e’.

Arciliuto in e, 11-saitig
Für Spieler, die das barocke Repertoire in der e-Stimmung mit einem Minimum an Saiten doch ohne Oktavierung der Baßstimme wiedergeben möchten, ist der 11-saitige Arciliuto in e eine ideale Lösung. Bei geeigneter Transposition (siehe die Ausgaben der Edition Liuto forte) lassen sich damit viele Werke z.B. von Sylvius Leopold Weiß klanglich absolut überzeugend wiedergeben, ebenso sämtliche Kompositionen John Dowlands und seiner Zeitgenossen.

Arciliuto in e, 12-saitig
Die zusätzliche siebente Saite in Fis kann wahlweise auch nach F oder G gestimmt werden. Sie trägt dem Umstand Rechnung, daß die größten grifftechnischen Probleme der traditionellen Quartenstimmung von Gitarre und Renaissancelaute aus dem Fehlen der Töne Fis (F) und G als freie Saiten resultieren. Allein die hier zusätzlich vorhandene Saite in Fis bzw. F oder G vermag die Wiedergabe sämtlicher für die traditionelle Quartenstimmung überlieferter Kompositionen wesentlich zu erleichtern.

Arciliuto in e, 14-saitig
Dieses Instrument, das über beide in der traditionellen Quartenstimmung fehlende Töne F und G als freie Saiten verfügt, eröffnet dem von der Gitarre kommenden Spieler nicht nur ungeahnte zusätzliche Möglichkeiten, sondern ebnet ihm auch den Weg zur d-moll-Laute. Ausgehend von der bereits vertrauten Stimmung der oberen sechs Saiten, kann sich der Spieler Schritt für Schritt in die Benutzung des reichen Baßregisters einarbeiten, dessen Töne mit denen der d-moll-Laute exakt identisch sind. Nach Beherrschung des zusätzlichen Baßregisters dieses in e gestimmten Instrumentes eröffnet sich dem Gitarristen die faszinierende Möglichkeit, sein Instrument wahlweise als Arciliuto in Gitarrestimmung (nach Noten) oder als d-moll-Laute (nach Tabulatur) zu spielen. Für einen späteren Wechsel zur d-moll-Stimmung müssen auf dem Instrument lediglich vier Saiten ausgetauscht werden.
Der 14-saitige Arciliuto in e kann auch als Arciliuto in g besaitet werden.